Okt 032009
 

Kontaktallergien werden durch den direkten Kontakt mit der Haut ausgelöst. In den meisten Fällen sind die Symptome auf die Hautareale begrenzt, die im direkten Kontakt mit dem Allergen standen. Es wird zwischen verschiedenen Arten von Symptomen unterschieden:

  • Nesselsucht oder Kontakt-Urtikaria :
    • Symptome: starkes Jucken mit Rötung und Bläschenbildung
    • Zeit: Auftreten sofort, kann bis zu mehreren Tagen anhalten
  • Kontaktekzem / Kontaktdermatitis:
    • Symptome: Entzündung der Haut
    • Zeit: Auftreten ca. 24-72 Stunden nach Kontakt mit dem Allergen. Die Heilung der Haut erfolgt vollständig.

Durch ständigen Kontakt mit einem Allergen kann ein degeneratives Kontaktekzem entstehen. Hier handelt es sich um eine chronische Schädigung der Haut.

Allein in Deutschland leiden ca. 15% der Bevölkerung unter einer Kontaktallergie. Die  Nickelallergie führt hier die Hitliste an. Die zweithäufigste Ursache ist die Reaktion auf Parfümrohstoffe, gefolgt von Kosmetikrohstoffen wie Konservierungsmittel und andere Stoffe. Das erkennen der Allergieauslösenden Stoffe ist grundlegend wichtig und das besonders  bei kosmetischen Produkten wie Duschgels, Shampoos, Deos oder Hautcremes, da fast jeder sie anwendet. Der Gesetzgeber hat mit der Änderung der Kosmetikrichtlinie (Richtlinie 76/768/EWG des Rates vom 27. Juli 1976 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über kosmetische Mittel) eingeführt, das jedes Produkt welches in den Handel gebracht wird, eine Liste der Inhaltsstoffe trägt, auch INCI-Deklaration genannt. (INCI = International Nomenclature of Cosmetic Ingredients). Dieses schafft Transparenz für den Verbraucher. Allergiker sind somit in der Lage Stoffe auf die sie reagieren zu erkennen. Voraussetzung ist jedoch das sie diese Deklaration verstehen.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem IKW (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V.) einen Ratgeber „Bewusster leben mit Kontaktallergien ….. INCI-Deklaration verstehen und nutzen” herausgegeben. Der Ratgeber ist kostenfrei erhältlich beim Deutschen Allergie- und Asthmabund www.daab.de oder kann beim IKW heruntergeladen werden.

Der durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderte Ratgeber bildet eine erste Grundlage für Betroffene. Ich muss aber leider feststellen, dass es nicht immer erklärlich ist warum einige Stoffe in der Broschüre genannt werden.

So wird z.B. Dexpanthenol (INIC: Panthenol) genannt. Panthenol kann sicher, wie jeder andere Rohstoff, in einem kosmetischen Produkt vereinzelt zu allergischen Reaktionen führen. In der Pharmazie wird Panthenol als Wirkstoff unter anderem in Wund- und Heilsalben mit einer Konzentration von 5% eingesetzt. Da leider keine Einstufung der Rohstoffe erfolgt, wird der Eindruck erweckt, dass alle Rohstoffe das gleiche Allergenpotential haben. Für mich wäre es zusätzlich  wünschenswert gewesen, wenn auch eine Einstufung des Allergenpotential der einzelnen Rohstoffe z.B. auf einer Skala von 1-10 erfolgt wäre. Denn ganz sicher hat ein Methyl 2-octynoate ein höheres Potential als ein Panthenol.

Auf der anderen Seite fehlen einige Stoffe die im Verdacht stehen Allergien aus zu lösen vollkommen.

Teebaumöl wird in der Broschüre z.B. nicht genannt, obwohl es Hinweise in den letzten Jahren gibt, dass bei der Verwendung vermehrt Kontaktekzeme auftreten. Aus diesem Anlass hat das BfR  (Bundesinstitut für Risikobewertung) bereits im Jahre 2003 eine Stellungnahme zur Verwendung von unverdünntem Teebaumöl als kosmetisches Mittel heraus gegeben. Mit dem Ergebnis:

Teebaumöl ist ein Gemisch aus verschiedenen Terpenen und wird aus dem australischen Teebaum gewonnen. Unverdünntes Teebaumöl ist ein reines Naturprodukt. Vor allem in Gegenwart von Luftsauerstoff, aber auch durch Einflüsse von Licht und höheren Temperaturen altert das Öl. Durch Oxidationsprozesse entstehen Peroxide, Epoxide und Endoperoxide, die sensibilisierende Wirkung aufweisen und allergische Hautreaktionen hervorrufen können. …………………
Das Risiko allergischer Reaktionen durch Teebaumöl
in Konzentrationen unter 1 % kann jedoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Die Colipa (European Cosmetics Association) hat ebenfalls eine Empfehlung zu Teebaumöl herausgegeben  Colipa Recommendation No. 12.

Als Fazit sehe ich den Ratgeber als sehr hilfreich für betroffene Personen, um einen besseren Überblick und Verständnis für mögliche Allergene in Kosmetik zu bekommen . Die Identifizierung und somit die Vermeidung der Allergie auslösenden Stoffe, ist Grundlage für betroffene Personen  um ein “fast normales Leben” zu führen. Aber es gibt auch zwei Punkte an denen meiner Ansicht nach noch einmal nachgebessert werden müsste.

  1. Vervollständigung der Liste (Beispiel: Teebaumöl)
  2. Einstufung der genannten Stoffe nach ihrem Potential Allergien auszulösen
Sep 272009
 

Nach den Wochen des „Wahlkampfs“, wenn man von so einem überhaupt sprechen kann, hat Deutschland heute gewählt. Schwarz-Gelb soweit das Ergebnis der Hochrechung von 20:54:
Hochrechnung Bundestagswahl 2009 20:54 tagesschaue.de

Hochrechnung Bundestagswahl 2009

Gewinn-Verlust Bundestagswahl 2009 20:54 tagesschau.de
Gewinn-Verlust Bundestagswahl 2009 20:54

Quelle: tageschau.de

Das schlechteste Wahlergebnis der SPD setzt sie auf die Oppositionsbank zusammen mit den Linken. Vielleicht nicht der schlechteste Platz um eine Neuorientierung innerhalb der Partei anzugehen.
Auch wenn die FDP ein Plus von 4,7% an Stimmen verbuchen kann, ist für mich persönlich die Piratenpartei der große Sieger. Piratenpartei 1,9%.

Gestern Abend noch ein kurzer Schock: Die Wahlergebnisse bei Stefan Raab auf Pro7
(Union: 26,6 % , SPD: 17,7 %; FDP: 19,9 %, Grüne: 15,4 %, Linke: 20,5 %) Ich kann nur sagen, zum Glück ist diese Art von Umfragen nicht repräsentativ.
Quelle: tvtotal.prosieben.de

Um auf die Piraten zurückzukommen, und ihr doch positives Ergebnis, für das es sicher diverse Erklärungen in der nächsten Zeit geben wird bzw. schon gibt. Herr Felix Lee und Frau Julia Seeliger schreiben hierzu auf taz.de. »Klargemacht zum Ändern
Der Wahlkampf ist vorbei und die Piraten konnten einen Achtungserfolg von knapp zwei Prozent erzielen. Das liegt auch daran, dass die etablierten Parteien ein Netzpolitik-Vakuum hinterlassen.«
Ich hoffe das besonders die im Bundestag vertretenen Parteien sich Gedanken dazu machen, das eine Partei aus dem Stand auf 1,9% kommt.
Damit hätte das Ergebnis noch einen weiteren positiven Effekt. Es sollte nicht einfach in der Statistik verschwinden, denn genau damit wird der Unmut über die derzeitigen Gesetzgebungsverfahren im Bundestag weiter voran getrieben.
Zudem zeigt es dann ein weiteres mal, das etablierte Parteien den Trend besonders bei den jungen Wählern verschlafen.

Wobei, warum sollte man sich Gedanken machen, denn Deutschland hat ja gewählt und die nächsten Wahlen sind erst wieder in 4 Jahren. Sind wir doch nur Stimmvieh welches sich mit Versprechen auf Plakaten zufrieden gibt? Hierzu Karl Jaspers in „Wohin treibt die Bundesrepublik?“ bereits 1966 und doch so aktuell wie nie?

»Die Parteien wandeln ihren Sinn. Die Richtung der Wandlung ist diese: Sie waren gemeint als Organe des Volkes, das durch sie seinen Willen kundtut und umgekehrt wieder von ihnen politisch erzogen wird. Aber sie werden zu Organen des Staates, der nunmehr wieder als Obrigkeitsstaat die Untertanen beherrscht. Die Parteien, die keineswegs der Staat sein sollten, machen sich, entzogen dem Volksleben, selber zum Staat. Ursprünglich vielfach autonome Bildungen aus der unbegrenzten Freiheit des Volkes, werden sie in ihrem Bewusstsein zu den Machtträgern selber. Der Staat, das sind die Parteien. Die Staatsführung liegt in den Händen der Parteienoligarchie. Sie usurpiert den Staat. Diese Wandlung wird institutionell ohne Absicht befördert. Bei der Begründung der Bundesrepublik ging der Wille auf die Stabilität der Regierung. Die aktive Teilnahme des gefährlichen Volkes sollte möglichst gering werden. Man konnte es nicht ausschalten, weil man behauptete, eine Demokratie zu wollen. Aber man reduzierte seine Wirkung auf die alle vier Jahre stattfindenden Wahlen. Und man behandelte es bei den Wahlen mit den Propagandamitteln als Stimmvieh, das nur über das Maß der Beteiligung der einzelnen Parteien an der Regierung entscheidet.

Eine Mitwirkung des Volkes durch das Referendum wurde nicht zugelassen. Das Volk ist dem Namen nach der Souverän. Aber es hat keinerlei Einwirkung auf die Entscheidungen außer durch die Wahlen, in denen nichts entschieden, sondern nur die Existenz der Parteienoligarchie anerkannt wird.«

(Karl Jaspers in Wohin treibt die Bundesrepublik?, 1966)

Abschließend bleibt bei mir die Frage, ob und wieweit sich die Piratenpartei in den nächsten Jahren entwickeln kann. Welchen Standpunkt sie zu verschiedenen Themen einnehmen wird. Ganz ehrlich gesagt, haben die Piraten sicher von der aktuellen Protestbewegung profitiert. Auf Dauer sehe ich hier aber kein ausreichendes Standbein für die Piraten. Es gibt zu viele andere Themen Wirtschaft, Umweltpolitik die unser tägliches Leben aber auch das der nachfolgenden Generationen mehr oder weniger stark beeinflussen werden. Deshalb halte ich es für unabdingbar für ein Partei auch zu diesen Themen Stellung zu beziehen. Bis zur nächsten Bundestagswahl ist noch ein langer Weg auf dem viel Arbeit für die Piratenpartei liegt. Um ihre Existenz zu sichern und nicht nur einen kurzen Schweif am Politikhorizont zu hinterlassen. Es gibt mehr als das Internet und es gibt auch mehrere Aktivsten im Netz die sich zu gleichen Themen hervorheben.

Nicht nur die Piraten haben ein hartes Stück Arbeit vor sich. Auch die CDU/CSU die eine Volkspartei sein will, wenn man noch von einer Volkspartei sprechen darf, mit knapp über der 30% Marke.
Die Abstrafung der Wähler für die Politik der letzten Jahre, Agenda 2010, Rente mit 67, hat der SPD ein Minus von 11 Prozent eingebracht. Kann diese ohne Folgen bleiben?
Werden die Jüngeren in der SPD jetzt ihre Chance ergreifen und die Altgenossen ablösen? Franz Müntefering klang eben auf ARD zwar nicht so und seine Aussage, das er für das Amt als Bundesvorsitzender wieder zur Verfügung steht lässt zweifeln. Ob dies sein letztes Wort hierzu war? Ich denke, so ein Ergebnis kann nicht ohne personelle Konsequenzen bleiben.

Sep 222009
 

Arbeite immer noch an der Gestaltung des Blogs und versuche WordPress zu verstehen.
Bin mir da noch nicht so schlüssig welche Plugins ich brauche. Bei einigen habe ich auch schon festgestellt, die sind total überflüssige Spielerei die ich nicht benötige.

Für heute habe ich erst einmal das Plugin Simple Tags eingerichtet. Leider habe ich Probleme mit der Zusammenarbeit des Plugins Digg This Button. Dadurch das der Button unterhalb des Beitrags angezeigt wird, werden leider die „Related Post“ ausgeblendet. Ich glaube hier muss ich noch etwas am Theme ändern.
Wenn man sich zuvor nie mit php beschäftigt hat, erschließt es sich leider nicht immer gleich wo der Fehler liegt.
Das reicht für heute auch. Aber ich denke das ich das in der nächsten Zeit alles soweit habe das ich dann auch mit dem eigentlich Bloggen starten kann. Morgen ist ein weiterer Tag an dem ich hoffe endlich soweit zu sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

To Do für morgen:

  • Sociable Erledigt auch wenn es bis zum 25.09. gedauert hat.
  • WordPress database backup
  • Caching
  • Datenbank Optimierung
  • Farben im CSS anpassen (Erledigt, doch länger gedauert als gedacht.)
Sep 202009
 

Blog? Alles redet darüber. Wenige haben einen in Deutschland, im Vergleich zu den USA. Kaum einer liest den Blog. Ist das die Realität? Vielleicht. Wer kann das schon wissen was aus einem Blog den man anfängt so entsteht.
Eigentlich keiner. Auf der anderen Seite gehe ich auch nicht mit hohen Erwartungen an dieses Projekt. Besonders nicht mit der Erwartung, das ich jeden Tag mehrere Leser habe und viele diesen Blog verlinken.
Frei nach dem Motto:  Setze Deine Erwartungen nicht zu hoch, dann kannst Du auch nicht enttäuscht werden, weil sie sich nicht erfüllen.

Wer einen Blog betreibt und das auch regelmäßig, wird dafür viel Zeit investieren (müssen).
Es fängt schon mit der Namensfindung an für die man viel Zeit benötigt. Wenn man dann etwas gefunden hat ist die Frage, kann ich damit aussagen was ich mit dem Blog erreichen möchte? I-co-S
I-co-S steht für verschiedene Dinge. Nicht das ich jetzt einen Blog starten möchte in dem ich über alles schreibe. Nein ganz im Gegenteil.
I-co-S = Inovative cosmetic systems
Nein I-co-S ist kein weiteres Bewertungsportal für Kosmetik. Ich möchte Kosmetik von der fachlich technischen Seite her genauer anschauen und über neue Trends, Verpackungen und Rohstoffe berichten.

Jedoch will ich mit I-co-S auch über die Themen schreiben die mich selber privat interessieren.
Ich als Mensch und meine Gedanken zu der Welt da draußen.
Computer und Technik
Spaß und Hobbies wie Fotografie
…..und was einem im Leben sonst noch passiert.

Aber warum startet man dann so ein Projekt?
Im Zuge von Web 2.0, Social Networking ist so ein Blog sicher eine einfache Möglichkeit seine eigenen Gedanken zu verschiedenen Themen für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Um nur einige Themen zu nennen Internet-Manifest, Vorratsdatenspeicherung.
Wer einen Blog betreibt wird mit offeneren Augen durchs Leben, auch sicher durchs Web, gehen, damit er Themen findet über die man schreiben kann.
Alleine das sind schon gute Gründe für das Warum.
Es macht Spass, noch ein guter Grund.
Einen entscheidenen Beitrag hatte der Artikel “Warum Deutschland Blog-Hemmung hat.” Dem zu widersprechen. Auch wenn Felix Salmon mit der Aussage das ein deutscher Blog kaum Ruhm oder Bekanntheit bringt recht haben mag. Kann ich die Aussage nicht teilen das es deshalb “keinen wirklichen Grund zu bloggen” gibt.
Somit hatte ich genügend Gründe dieses Projekt zu starten.

Wo und ob dieses Projekt enden wird, da mache ich mir jetzt noch keine Gedanken. Das wird die Zeit zeigen.
In diesem Sinne. Viel Spaß beim Bloggen.